Gemäss Berichten auf tagesanzeiger.ch ‘Das grosse Velofest im Rathaus’ und ‘Zu viel Velo für die Bürgerlichen’ soll die Stadt Zürich in den nächsten 15 Jahren um 80’000 Einwohner wachsen und der Anteil des Radverkehrs auf 8% verdoppelt werden.
Abgesehen davon, dass der Richtplan keine rechtliche Folge hat und somit eine Umsetzung nicht erzwungen werden kann, reichen 80’000 zusätzliche Einwohner bei weitem nich, um Wohnen und Arbeiten in der Stadt Zürich in ein Gleichgewicht zu bringen.
Gemäss Satistik Zürich: Im Jahr 2015 zählte die Stadt Zürich 410’404 Einwohner bei 455’558 Beschäftigten im Jahr 2014. Unter der Annahme, dass in etwa die Häfte der Bewohner erwerbstätig sind was 205’202 Einwohner entspricht, müssen so 250’356, also mehr als die Häfte der Beschäftigten nach Zürich pendeln. Um ein Gleichgewicht an Wohnen und Arbeiten zu erreichen, bräuchte die Stadt Zürich, bei gleichbleibender Anzahl Beschäftigten (was eher unrealistisch ist), nicht nur 80’000 sondern 420’712 zusätzliche Einwohner.
In anbetracht dessen, dass wie in einem früheren Blog-Eintrag bereits erwähnt ‘Nur Langsamverkehr bringt einen externen Nutzen‘, sind Städte vorallem auf Fussgänger und Radfahrer ausgerichtet zu bauen. Nur so könnten wie in Kopenhagen heute schon dereinst auch in Zürich knapp 40% der täglichen Fahrten mit dem Fahrrad zurück gelegt werden.